Frühjahrstreffen Emsland
Mittwoch 1. Juni
Nachmittags Aufbruch ins Emsland. Man kann
für 100 Kilometer 3 Stunden brauchen ,wenn man im Stau festsitzt .Es ging
diesmal nach Heede im Emsland. Wir waren nicht die Ersten. Ein fröhliches Hallo
und Wiedersehen. Ein erstes Bier auf der Terrasse. Petrus hat sich wettermäßig
wieder von der besten Seite gezeigt.
Donnerstag 2. Juni
Kunst stand auf dem Programm. Der
Künstlerort Ootmarsum in Holland. Kunst und edle Oldtimer passen gut zusammen.
Der Weg dorthin führte durch schöne Alleen. Öl- und Gaspumpen säumten den Weg.
Ob da wohl der Scheich von Bentheim wohnt? Ein sommerlicher Tag fing an. Es
konnte oben ohne gefahren werden. Der Ort war recht belebt. Überall Radfahrer,
typisch Holland. Nett herausgeputzte Häuschen mit niedlichen Gärtchen. Der
erste Gang führte zum Museum Ton Schulten. Leider war geschlossen, wegen
Feiertag, schade. So sind wir ohne Programm durch den Ort gebummelt. Viele
Galerien, Boutiquen und Cafés. Die Preise der Bilder überstiegen sowieso unser
Kreditkartenlimit. So blieb es denn bei Kaffee , Kuchen oder Eis.Nachmittags
trafen unsere luxemburger Freunde ein. Sie waren zahlreich erschienen. Es war
auch schon wieder Zeit weiterzufahren. Über Landstrasse durchs platte Land zum
Hotel Linde.
Heede
ist klein. Ein Modehaus, ein Bäcker und ein Supermarkt. Und eine Gebetsstätte,
davon später mehr. Der Kreis war am Abend schon größer.
Ein Peugeot hatte leider nicht
durchgehalten. Er wollte in Verden nicht mehr weiter; Kardanwellenschaden. So
kamen Michael und Uschi mit einem modernen BMW Mietwagen an.
Freitag 3. Juni
Teilemarkt in Bockhorn war angesagt. Was
tut Frau wenn sie nicht mit will? Sie kann den Mann überreden, nicht so lange
zu bleiben, oder gar nicht hinzufahren, oder eine Alternative suchen. Zu fünft
haben wir das getan. Mit einem Taxi fuhren wir zum Bahnhof Dörpen. Der
Bahnhof war klein, dreckig und miefig. Also schnell durch. Aber es ging nicht
weiter, eine Schranke versperrte den Weg. Was machen clevere Frauen? Sie
kriechen unter dem Zaun durch. Der Zug brachte uns nach Emden. Zuerst in die
Kunsthalle. Wir haben die Kunst angeschaut. Bei den Übrigen auf dem Teilemarkt
war die Kunst etwas passendes fürs Auto zu finden. Nach so viel geistiger
Nahrung kam der Hunger. Wir gingen in die Stadt. Es war Stadtfest, Emdener
Matjesmarkt. Die Schiffe über die Toppen beflaggt. Ein schöner Anblick. Wir
haben uns ein Fischbrötchen gegönnt. Nach dem Salzigen muss der Mensch etwas
Süßes haben. Also gönnten wir uns noch einen Eisbecher. Der Zug brachte uns
wieder „heim“
Die anderen fuhren nach Bockhorn ins
ostfriesische Oldtimermekka. Auf der Autobahn nach Westerstede sahen wir schon
eine Menge Oldtimer. In Bockhorn mussten wir uns mit Geduld wappnen. Im
Schritttempo bewegten wir uns Richtung Eingang. Nach knapp einer Stunde waren
wir durch. Wir konnten unsere Peugeots unter der französischen Fahne
aufstellen. Auf einer Seite die Peugeots aus Luxemburg, auf der anderen die
Deutschen. Und los ging es zur Schnäppchenjagd über das Gelände. Die Sonne
brannte. Zurück fuhr jeder wie er wollte.
Nach dem Abendessen hatten einige die
Gebetsstätte besucht. Ein großes Gelände mit Kirche, Kapellen, Rosenkranzweg, Skulpturen.
Wir trafen eine alte Dame die uns alles erklärte. Es gab eine Marienerscheinung
in den dreißiger Jahren. Maria erschien mehrmals Kindern. Es war nett zuzuhören.
Sie hatte alles sehr ausschweifend erzählt, aber wir wollten auch weitergehen.
Es gelang uns denn. Durch den schönen Park kamen wir zurück ins Hotel.
Samstag 4. Juni
Erster Programmpunkt: Empfang beim Heeder
Bürgerhaus. Autos dekorativ für das Pressefoto parken. Auch Aufstellung zum
Gruppenfoto. Kleine Rede vom Bürgermeister und Inhaber vom Hotel Linde.
Weiter ging es zum Heeder See. Die
Wasserskianlage war noch nicht in Betrieb, Schade. So blieb es beim Schauen und
etwas trinken auf der Terrasse.
Weiter gings. Wir wurden in der Meyerwerft
Papenburg erwartet. Bald tauchten die riesigen Hallen auf. Auch ein
Kreuzfahrtschiff lag da. Alles gigantisch groß. Wir wurden zweigeteilt und los
ging die Führung. Erst ein Film über die Fertigung, dann Firmengeschichte, Modellschiffe.
Es ist enorm was alles auf so einem Schiff Platz hat. Golfplatz mit echtem
Rasen, Spaßwasserrutsche, Pools und vieles andere. Der Mensch will auf so einem
Törn gut unterhalten werden. In der Halle konnte man die Module sehen, aus
welchen das Schiff zusammengesetzt wird. Alles genormt damit alles passt. Fast
alle Kabinen haben Balkon (Es fehlen die Geranien). Nach so viel Technik ging
es aufs Land in ein schönes Gartencafe. Das Ambiente war schön, der Kuchen
lecker. Die Gärtnerei lud zum Spaziergang ein.
Vor dem Abendessen hatten wir noch einen
Vortrag vom Tourismusmanager Emsland. Leider war der Lärmpegel im Saal so hoch,
dass man nur die Hälfte mitbekam. So hatte er da und dort noch einige Fragen
beantwortet, über Geschichte ,Torfabbau, Besiedelung. So ging auch der letzte
Tag auf der Terrasse bei gutem Bier und guten Gesprächen zu Ende.
Sonntag 5. Juni
Die Leute mit der langen Heimreise mussten
sich schon verabschieden. Die Übrigen fuhren wieder nach Holland. Festung
Bourtange. Vor der Festung hielten wir vergeblich Ausschau nach Clubkollegen
aus Holland. Zu Fuß ging es Richtung Festungsdorf. Über Ziehbrücken mit Blick
auf schöne Seerosen (wie auf den Bildern von Monet). Rundgang unter kundiger Führung.
Die Festung wurde in den siebziger Jahren wieder komplett aufgebaut. Das Dorf
ist bewohnt. Die Bedingungen damals waren hart. Man musste gegen die Spanier
kämpfen. Die Strafen waren hart. Sitzen auf einem hölzernen Pferd auf dünner,
abgeschrägter Kante. Die Behausungen waren überfüllt. Geschlafen wurde im
Sitzen, hielt schön warm. Getrunken wurde nur Bier. Geschossen mit den Kanonen
wurde nur bei schönem Wetter. Bei Regen brannte die Lunte nicht. So dauerte der
dreißigjährige Krieg hier achtzig Jahre.
Nach der Geschichte noch een kopje koffie. Dann hieß es endgültig Abschied nehmen. Es waren wieder ereignisreiche, schöne
Tage. Auf baldiges Wiedersehen.Vielen Dank an die Organisatoren!
Kathy und Arnold Beenen