Alpentour 2011


Freitag

Die Löwen wollten los. Sie standen schon in den Startlöchern. Es ging wieder  in Richtung  Alpen. Mit zwei Löwen rollten wir von Bremen in den  Süden. In Kreuztal stiess ein weiterer Löwe zu uns. Nach einem zweiten Frühstück ging  es auf die lange Strecke nach Basel.
Da mussten unsere Löwen schnurren. Was  sie brav taten. In Basel erster Halt mit Übernachtung.
Die Löwen durften sich in einem stickigen Parkhaus ausruhen.
 
Samstag
 
Stadtbummel war angesagt. Das  Wetter schön und warm. Es ging bergauf ,bergab durch die Altstadt. Auf dem Flohmarkt entdeckte Lena einen kleinen Plüschlöwen. Der musste natürlich mit. Eine Fahrt mit der Fähre  Leu bildete den Abschluss.
Wir hatten noch Zeit zu einer Passfahrt über den Passwang und Hauenstein nach Sissach wo die eigentliche Tour begann. Als wir ankamen sassen die ersten Teilnehmer schon beim Bierchen. Grosses Hallo . Unsere Schweizer Peugeotfreunde verabschiedeten sich schon bald .Schade .Der Präsident  mit Frau und ein Ehepaar aus Bern und ein Kollege aus Zürich blieben noch zum Nachtessen . Heinz vertiefte sich gleich mit dem Zürcher in Fachgespräche. Der  berner Kollege war Tischler und zeigte das schöne Holzarmaturenbrett was er gemacht hatte, was auf reges  Interesse stiess . Das Essen war schweizerisch ,Rösti mit Geschnetzeltem . Die Luft war lau , ein guter Anfang.
 
Sonntag
 
Nach einem ordentlichen Frühstück gings auf die Piste . Das  Ehepaar aus Bern begleitete uns noch ein Stück weit . Zum Briefing musste Roswitha die Trillerpfeife rausholen , damit alle hinhörten. Fahrt durch das  Bilderbuchemmental. Vorbei an behäbigen , hübschen Bauernhöfen bei der KamblyGutzifabrik vorbei  bis zum Glaubenbüelenpass . Da wurde die Strasse richtig eng und kurvig. Die Löwen mussten sich anstrengen. Über den Brünigpass kamen wir zur Aareschlucht , wo einige wieder falsch abbogen. Es haben doch alle den Platz wieder gefunden. Nach kurzer Rast fuhren wir weiter über den Sustenpass.
Diesmal hatten wir gute Sicht. Durch das Reusstal  ging es in die geschichtsträchtige Innerschweiz . Am Vierwaldstättersee längs , vorbei am Rütli ,Tellsdenkmal  auf der Axenstrasse  nach Sisikon Etappenziel. Gerade als wir die Koffer auspackten fing es an zu Regnen .Petrus hatte die Schleusen geöffnet . Auf  dem See  Wellengang mit Sturmwarnung . Das Telefon klingelte . Ein schweizer  Peugeotfan wollte gerne  ein Stück mitfahren. Es war Karl  . Ein netter aufgeschlossener Mensch mit flottem Fahrstil . Passte zu uns .
 
Montag
 
Morgens war es noch neblig ,schon  herbstlich  . Das fing gut an . Erst war der Klausenpass dran . Es kamen uns viele Kühe entgegen . Alpabzug . Sie waren geschmückt mit Blumen , Tannengrün und Fahnen  ( wir sind in der  Schweiz )  und hatten  prächtige Glocken um. Aber sehen können Kühe wohl nicht so gut. Eine hätte uns fast den Aussenspiegel abgedrückt. Nach Glarus kam Fliegeralarm . Die Schweizer Armee mit ihrer Patrol Suisse machte Flugschau . Beeindruckend wenn die Jets durch das enge Tal huschten ..
Am Kerenzerberg stiess Karl  zu uns. Wir machten  in Gasthaus Römerturm Pause . Kaffeetrinken mit Blick auf  den smaragdblauen See. Am Walensee entlang  gings zum Flüelapass. Da fing das  „ Steigen „ an . Ein Pass nach dem anderen .Flüelapass ,Ofenpass ,Umbrail  mit  Abstecher auf das  Stilfserjoch. Mal eben nach Italien schauen und eine Hirschbratwurst essen . Es war ein schöner Ausblick auf die  vielen Serpentinen . Diesmal wollten wir  eine andere Route fahren. Über den Gaviapass . Sehr  urwüchsig und nicht so viel befahren . Es war teilweise noch Naturstrasse . Man konnte sich vorstellen wie man früher gereist ist . Immer schön langsam . Man kam auch ans Ziel . Wir kamen spät in Le Prese an . Einige sassen schon beim Apertitiv  . Die haben die kürzere Tour gewählt . Willkommen im Süden .  Es gab typisches puschlaver Essen . Pizzocceri , Buchweizennudeln oder Polenta mit Ragout . Zum Abschluss das beliebte Caramelköpfli .
 
Dienstag
 
An diesem Tag war ein  Treffen mit einem schweizer 504 Fan angesagt . Fahrt über den Berninapass . Diesmal gabs Gelegenheit für schöne Bergfotos , was wir auch nutzten. An der Raststätte wartete  unser Peugeot freund schon sehnsüchtig auf uns . Er war sehr in Eile ,ein Termin drängte. Schade . So kamen wir gar nicht richtig ins Gespräch . Es langte grade fürs Foto . Es gab in der Raststätte noch Kaffee und Gipfeli . Das wars schon und Karl verliess uns auch. Bis zum nächsten mal . Man kann so sagen der Peugeotvirus ist grenzenlos und die Peugeotleute  sind nette weltoffene Leute . Auf einmal litt ein Löwe unter Höhenkrankheit .
Er musste in Zukunft „ unten durch. Die Zeit drängte  . Der Albula und der Splügenpass wollten auch noch bewältigt werden . Auf der Splügenpasshöhe war ein Denkmal vom Krieg und ein Madonnenbild zu sehen . Wir waren in Italien . Gut behütet ging es nur noch bergab  an den Comersee . Die Strassen waren eng ,alle naselang eine rote Ampel und wir mussten mal  . Schwierig einen Parkplatz für alle Autos zu finden . In einer kleinen Bar musste Reiner erfahren was in Italien ein Eiskaffe ist . Ein Glas kalter schwarzer Kaffee mit Eiswürfel , lecker . Sehr zu empfehlen !  Es ging weiter am See lang . Von den schönen  Villen hat man nicht viel gesehen  . Die lagen alle direkt am See . So schafften wir es pünktlich zum Feierabendverkehr in Lugano einzutreffen . Mopeds rechts und links an uns vorbei . Wir wussten jedoch wo es lang geht . Ein Heimvorteil . An der Autobahnabfahrt  Lugano nord versammelten wir uns wieder . Alle haben es gefunden  . Die letzte Kurvenstrasse nach Novaggio wurde auch noch mit Leichtigkeit gemeistert . Der Hunger trieb uns ins Albergo della posta . Das Essen schmeckte wieder gut und der Wein auch .Roswitha hatte leider dieses Mal kein Balkonzimmer bekommen . Also diesmal keine Rede aber ein  nettes Gedicht .
 
504 CC – Alpenfahrt – September  2011-
 
Zum zweiten male sind wir hier im herrlichen Novaggio
Im della Posta  gibt; s Quartier für alle Freunde und Peugeot
 
Das Wetter diesmal uns verwöhnt mit Sonne pur und pur ,
wir fahren Pässe auf und ab , geniessen die Natur .
 
Der Arnold gibt die Route vor, wir fahren hinterher .
Sehn Schluchten , Bäche , Berge , Seen und bleiben staunend stehn.
 
Am Abend wartet im Hotel ein gutes Essen schon,
belohnt für unfallfreie Fahrt die Fahrer der Peugeot .
 
Nach guter Nachtruh   geht es dann am nächsten morgen weiter ,
nach Kaffee , Briefing , Routenplan kommt die nächste Himmelsleiter .
 
Der Genuss ist grenzenlos , mal Schweiz und mal Italien ,
Die Landschaft die ist grandios , auf der Strasse oft  Gefahren .
 
Der 504 bringt uns ans Ziel , bereitet treu uns Freude ,
im Club sind super Leute drin ,so sind die Peugeotfreunde .
 
Der Trip geht weiter nach Frankreich , ins schöne Elsass rein ,
dort ist Herbsttreff 2011- dann fahrn wir alle heim .
 
Passo di  Gavio 12. September 2011
Roswitha Allekotte
.
Bei angenehmer Temperatur und einem Limoncino  hielten wir es noch lange aus . Der Kellner machte  Feierabend und schloss das Haus zu . Unsere Schlüssel passten nicht zur Haustüre . Wir warfen Steinchen ans Fenster und Lena erbarmte sich  unser und liess uns rein.
 
Mittwoch
 
Ruhetag für die Löwen . Zwei wurden im Garten geparkt und auch  fotografiert . Wir nahmen das Postauto nach Ponte Tresa . Dann ging se witer mit dem Bus nach Luino . Da wollten andere auch hin . Es war Markttag . Die Tickets fürs Schiff mussten noch besorgt werden . Die konnten wir nicht von der Schweiz aus buchen . So viel zum vereinten Europa . Lena musste noch zur Bank .  In Italien wird mit Euro bezahlt nicht mit schweizer Franken . Es war noch etwas Zeit sich auf dem Markt umzusehen . Die Taschen lockten , die Preise auch . Ob alles echtes Leder ist ? Wer weiss  . Aber wir mussten aufs Schiff . Also wieder nichts mit Schnäppchenkauf . Das Schnellboot kam mit Verspätung ,  Es war ein in die Jahre gekommenes Schnellboot . Die Aussicht nicht so gut weil alle drinnen sitzen müssen  und es ständig an die Scheiben spritzte . In Locarno wartete unsere Stadtführerin schon auf  uns . Sie erzählte Wissenswertes über den See die Stadt , die Kirchen und das Schloss . Ich konnte nicht alles behalten . Sie wollte uns einer der schönen Höfe zeigen . Aber o Schreck dort hatte sich ein Restaurant breitgemacht . Sie war darüber sehr empört . Es ging zu Kirchen ,weiter zum Schloss und der Hunger und Durst meldete sich . Wir schlenderten unter den Arkaden mit vielen Geschäften zur Piazza wo wir uns eine Pizza gönnten . Wir promenierten am See . Schon war es wieder Zeit zum Bahnhof zu gehen . Der Zug bracht uns nach Lugano . Umsteigen ins Ponte – Tresa  Bähnchen nach Caslano und mit dem Postauto nach Novaggio Erstaunlich wie man die Tour gut ohne Auto machen kann . Die mussten sich auch mal .ausruhen .  Es hiess wieder Abschied nehmen von Novaggio . Wir kommen gerne wieder .
 
Donnerstag

Fahrt am Lago Maggiore lang bei strahlendem Wetter . Es ging ins Centovalli . Eine schöne Tour . Es war wieder mal Mittag . Rast  angesagt in St. Maria . im Restaurant . Einige hatten Essen bestellt . Es gab keine Speisekarte nur nach Ansage . Das Essen war nicht schlecht , aber die Rechnung nicht von schlechten Eltern . Die hatten wohl gedacht , wer Oldtimer  fährt hat auch Geld . Manche sahen sich noch die riesige Wallfahrtskirche von innen an . Durch ein enges Tal mit schroffen Felsen  kamen wir über den Simplon ins Wallis . Wir machten halt in Raron um die Felsenkirche zu besichtigen . Die Geschichte ist interessant. Da die alte Kirche hoch oben auf den Felsen gebaut war und die Gemeindemitglieder nicht mehr gut  zu Fuss waren , hat man eine neue Kirche in den Fels gebaut .Schlicht ,einfach mit einem einzigen bunten Glasfenster mit dem heiligen Michael . Seelisch gestärkt gings durch das langgzogene Rhonetal.  Die Strasse zieht sich schnurgerade langs bis Martigy . Das Hotel in der Stadt hatten alle gut gefunden und hoffentlich für gut befunden. Der Hof zum parken war eng. Die Löwen maulten . Wir hatten ein Zimmer mit  Blick auf das beleuchtete Schloss.
 
Freitag
 
Die letzte Etappe war angesagt. Die Pässe lagen hinter uns . Es ging zum Genfersee . Fotohalt bei Schloss Chillon aber keine Zeit zur Besichtigung . Dann ab ins mondäne Montreux .Bekannt vom Jazzfestival .Wo alte elegante Jugendstilhotels mit modernen klotzigen Bauten konkurrieren . Die  Schönen und  Reichen hatten wir nicht gesehen. Fahrt durch das Lavaux  das aus lauter Weinbergen besteht . Reben so weit das Auge reicht . Weiter nach Frankreich  fuhren wir. Wir hatten noch einen Halt abgemacht an der Grenze . Dort war niemand . Wir machten nochmals Halt in Morez ,einer Kleinstadt . Aber ein teil unsrer  Leute fuhr daran vorbei. Die Bar war echt französisch. Es gab das Orangina in der bauchigen Flasche.Wir kamen in den französischen Jura wo der Doubs klein anfängt .Der eine Löwe wollte immer noch nicht so richtig schnurren . Er brauchte viel Energie. Das heisst die Batterie musste ab und zu gewechselt werden und neu geladen , Etwas mühsam das Ganze .Aber auch er kam zum  Ziel dem petit Kohlberg wo unsere Tour endete und das Herbsttreffen begann .